CH-TG-05

Die Pfahlbaufundstellen auf der Insel im Nussbaumersee während den Monitoringarbeiten 2017 © Amt für Archäologie Thurgau

  Huttwilen  |     Nussbaumersee

Kurzbeschreibung
Die kleine Insel im Nussbaumersee besteht aus einer Abfolge von mehreren Pfahlbau-Siedlungen von der Pfyner Kultur bis in die Frühbronzezeit. Im Randbereich der heutigen Insel haben sich über 2m mächtige Schichtfolgen erhalten, die bislang durch mehrere Schnitte und Bohrreihen archäologisch untersucht sind. Auf der angrenzenden Halbinsel Horn liegt neben einem schnurkeramischen Grubenhaus eine grosse Siedlung aus der spätesten Bronzezeit (870–850 v. Chr.). Sie umfasste rund 100 Blockbauten. Ein Teil der Fläche wurde in der frühen Eisenzeit wiederbesiedelt.

Jungsteinzeit / Bronzezeit

3840-3582 und 870-850 v. Chr.

Nussbaumersee

435 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle 3,66 ha / ca. 5 Fussballfelder

Größe Pufferzone 16,86 ha / ca. 24 Fussballfelder

Besonderheiten & Highlights
Im pfynerzeitlichen Fundmaterial zeugen mehrere Schmelztiegel und ein Kupferbeil von der frühen Metallverarbeitung. Aus der spätbronzezeitlichen Siedlung liegt ein Geschirrensemble mit früher bemalter Keramik vor. Die Fundstelle gehört zu den wenigen "Pfahlbauten" aus der frühen Eisenzeit.

Gefässe aus der spätesten Spätbronzezeit, darunter solche mit Bemalung © Amt für Archäologie Thurgau

Aktuelle Aktivitäten
Die Erhaltung der Fundstellen wird durch das Amt für Archäologie überwacht. Im Seebachtal entnommene Bohrkerne werden aktuell im Rahmen des Projektes "Klima und Umwelt im Thurgau (KUmiT)“ analysiert.

Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle ist Teil des Geschichtsrundgangs Seebachtal. Tafeln informieren vor Ort zu den archäologischen Fundstellen.

Ausgewählte Funde sind im kantonalen Museum für Archäologie ausgestellt.

Museum für Archäologie Frauenfeld
Freie Strasse 24
8510 Frauenfeld
T +41 (0) 58 345 74 00
archaeologie@tg.ch

Eintritt frei

Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 – 17 Uhr
Sa & So 13 – 17 Uhr
Montag geschlossen