CH-VD-13
Mur, | Chenevieres de Guevaux I
Kurzbeschreibung
Diese Siedlung ist erst seit 2003 bekannt. Im Rahmen archäologischer Untersuchungen, die vor den Renaturierungsarbeiten dieses Sumpfgebiets durchgeführt wurden, wurden zwei neue Pfahlbausiedlungen entdeckt. Das im Osten gelegene, besser erhaltene Dorf (Chenevières de Guévaux I) wurde aufgrund der archäologischen Funde und einer dendrochronologischen Datierung der frühen Bronzezeit zugeordnet. Die sehr reichhaltige archäologische Schicht stammt aus einer einzigen Besiedlungsphase. Bei einer Sondierung wurden Scherben eines grossen Kruges mit eingeprägten Henkeln gefunden. Ein Rand aus feiner Keramik gehört ebenfalls zu einer kleinen Tasse vom Typ Les Roseaux. Die Überreste einer weiteren Seeufersiedlung weiter westlich (Chenevières de Guévaux II) stammen aus einer älteren Besiedlungsphase, die der späten Mittelsteinzeit, also etwa 3400 v. Chr., zugeordnet wird.
Besonderheiten & Highlights
Es handelt sich um eine der wenigen Siedlungen am Murtensee, die der frühen Bronzezeit zugeordnet werden können. Ihr aussergewöhnlich guter Erhaltungszustand ist auf die Ablagerungen und Sandablagerungen am Fusse des Mont-Vully zurückzuführen, bei denen es sich hauptsächlich um Molassensand handelt.
Pfahlbauten hautnah
Die archäologischen Funde aus den Pfahlbausiedlungen am Ufer des Genfer Sees sind im Musée cantonal d'archéologie et d'histoire in Lausanne ausgestellt.
Musée cantonal d'archéologie et d'histoire
Palais de Rumine
Place de la Riponne 6
1005 Lausanne
+41 21 316 34 30
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Bronzezeit
Ende der Frühen Bronzezeit, ca. 1660/1659 v. Chr.
Murtensee
430 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
1,04 ha / ca. 1-2 Fussballfelder
Größe Pufferzone:
9,73 ha / ca. 14 Fussballfelder